Chronik, Historisches, Geschichte - Hoppenrade

...Ideen für Hoppenrade
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as Jahr 1387 wird häufig als erste urkundliche Erwähnung des Ortes Hoppenrade beim Verkauf einer „Rente“ genannt. Leider ist dieser Eintrag im Mecklenburger Urkundenbuch einem anderen Hoppenrade in der Nähe von Wismar zuzuordnen. Wann Hoppenrade eine eigenständige Ortschaft zu bilden begann, lässt sich bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht genau bestimmen. Angaben aus verschiedenen Quellen sind sehr unterschiedlich, lassen aber einen Entstehungszeitraum um 1500 zu.
Im Dobbertiner Rechnungsbuch steht folgender Eintrag für das Jahr 1502:

"Item 1 mark van Sophya vnde Mette Veregghen wegen, ock 1 mark van Mechtyldys vnde Katrine Rethen wegen; desse hundert mark quemen in Jochym Kollensken gut to Ludershagen vnde Hoppenrath."

iese Benennung des Ortes „Hoppenrath“ könnte somit als wahrscheinliche Ersterwähnung angesehen werden.
Seit mehreren Jahren schon fühlt sich die Chronikgruppe Hoppenrade leidenschaftlich für die Aufarbeitung der „Geschichte und Geschichten vor unserer Haustür“ verantwortlich. Unendliche Stunden in den verschiedensten Archiven wechseln sich ab mit Zeitzeugen-Gesprächen und dem akribischen Zusammenstellen der Ergebnisse am heimischen Schreibtisch. Ehe ein endgültiges Produkt vorliegt, dauert es. Dabei entstanden in den vergangenen Jahren mehrere Ausarbeitungen zur Geschichte der Gemeinde Hoppenrade, also auch zu Kölln, Lüdershagen, Koppelow, Striggow und Schwiggerow.
KALENDER 2022
Eine fotografische Reise durch unsere Dörfer
 
Die Chronikgruppe des Fördervereins Hoppenrade hat markante Objekte unserer Gemeinde für den Kalender in ihrem „Fotostudio“ ins rechte Licht gerückt.
Eine Auswahl war dabei nicht immer leicht, schließlich sollte sich jedes Dorf wiedererkennen können.
In den nächsten Jahren könnte der Kalender für die Bewohnerinnen und Bewohner eine Anregung sein, ihre „Schnappschüsse“ in jährlich wiederkehrende Projekte einzubinden. Auch Fotos aus vergangenen Tagen sind dabei eine willkommene Gabe für die Ortschronisten.

Sollten Sie Interesse an einem Exemplar haben, können Sie in altgewohnter Weise und unverbindlich bei der Chronikgruppe vorbestellen.
GESCHICHTE ENTDECKEN
 
Neue Schautafel für Hoppenrade
 
Lange war sie für die Ortschronisten ein Dorn im Auge- die alte, in die Jahre gekommene Infotafel an der Bushaltestelle nahe dem Gemeindezentrum Hoppenrades. Darauf zu sehen waren einst interessante Beschreiben zur historischen Entwicklung vom Gutsdorf zum zentralen Gemeindedorf. Leider hatten Zerstörungswütige in letzter Zeit ihre Spuren hinterlassen, so dass sich die Chronikgruppe des Fördervereins „Hoppenrader Gemeindeleben e. V.“ der Sache annahm und eine neue wissenswerte geschichtliche Darstellung zum Ort erarbeitete und zum Druck vorbereitete.
Hierbei standen die historische Gutsanlage mit Gutshaus, Marstall, Speicher und das Generatorenhaus im besonderen Focus. Letzteres von Friedrich Wilhelm Brettschneider errichtetes Gebäude erzeugte schon 1893 elektrischen Strom für das Gut und war eines der ersten Energieerzeugungsanlagen in Mecklenburg. Weiterhin wurden einige fehlerhafte Inhalte der alten Schautafel zur Ortschaft korrigiert.
Am Radweg - Höhe Gemeindezentrum

Bei der Umsetzung mussten sich die Ortschronisten an grundsätzliche Regularien zur Gestaltung derartige Schautafeln halten, denn das Layout entstand damals mit finanzieller Unterstützung von „Liaison entre actions de développement de l'économie rurale“, kurz LEADER und auf Deutsch steht das Wort für eine „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“. Hierbei sollten in den 1990er Jahren regionale Informationspunkte an markanten Stellen in Mecklenburg geschaffen werden, somit auch in Hoppenrade.
Mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde Hoppenrade ist somit ein Projekt verwirklicht worden, welches in ähnlicher Form für die umliegenden Gemeindedörfer umgesetzt werden könnte.
Eine Bitte haben die Ortschronisten: Sollten Sie Verunreinigungen oder Beschädigungen an der Tafel feststellen, reagieren Sie bitte sofort und melden diese an die Gemeindevertretung oder den Förderverein, wenn sich das Problem nicht gleich an Ort und Stelle mit einem Papiertaschentuch und etwas Spucke lösen lässt. In New York war ein Bürgermeister sehr erfolgreich mit der Strategie, bei den ersten Anzeichen von Verwahrlosung direkt zu reagieren.

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