Schaukasten - Hoppenrade

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Große Einigkeit in Hoppenrade
Wahlen der Bürgermeister-Stellvertreter und der Ausschüsse ohne Alternativen
(aus Schweriner Volkszeitung- Lokales vom 21.06.2019, Autor: Eckhard Rosentreter)

Hoppenrade: Rund 20 Besucher zählt die konstituierende Sitzung der Gemeindevertretung im Hoppenrader Gemeindehaus. „Das zeigt das große Interesse dafür, was in den nächsten fünf Jahren in unserer Gemeinde passieren soll“, konstatiert Petra Zimmermann. In das Gremium wiedergewählt, fiel der 65-Jährigen als Alterspräsidentin die Ehre zu, die neue Legislaturperiode zu eröffnen.
Schon mit dem nächsten Akt gab sie den Vorsitz über die Versammlung auch schon wieder ab. Klaus Axtmann und Henry Misch, die Stellvertreter der Bürgermeisterin in der vergangenen Wahlperiode, nahmen Birgit Kaspar den Diensteid ab. Womit sich auch deren Aufgabe am Mittwochabend erledigt hatte; beide hatten für die neue Gemeindevertretung nicht wieder kandidiert.                                                                                                                                                                    
Petra Zimmermann, Tobias Heger, Kerstin Riefstahl, Frank Schumacher, Frank Schwarzer,
Dr. Holger Ehlers, Maik Pach, Birgit Kaspar, es fehlt: Christian Walter (Foto: Dirk Kaiser)
Abschied für Henry Misch (l.) und Klaus Axtmann und zugleich Neustart für Birgit Kaspar. (Foto:Eckhard Rosentreter/ SVZ)
Fast alle Ortsteile der Gemeinde haben einen Menschen aus ihrer Mitte in die neue Gemeindevertretung abgesandt, stellte Kaspar erfreut fest, lediglich das kleine Kölln ist nicht vertreten. Ansonsten herrscht Einigkeit in großem Stil: Sämtliche neuen Gemeindevertreter standen auf ein und demselben Wahlvorschlag. Es sind also ausschließlich die Kandidaten des Vereins Hoppenrader Gemeindeleben gewählt worden. Auch die CDU hatte einen Wahlvorschlag gemacht, der jedoch zu wenige Stimmen bekam, um einen Sitz in der Gemeindevertretung zu erlangen.
Bei so viel Einigkeit sollten die Wahlformalien der Konstituierung fix über die Bühne gehen. Bereits im Vorfeld hatten sich die Vereinsmitglieder und die neu Gewählten auf Frank Schwarzer als Ersten Stellvertreter der Bürgermeisterin und auf Neuling Dr. Holger Ehlers als Zweiten Stellvertreter verständigt. Logisch, dass es da nicht noch Gegenkandidaten gab, logisch auch die einhellige Zustimmung.
Das gleiche Prozedere spielte sich bei der Besetzung der vier Ausschüsse ab. Immerhin eine Neuigkeit wollte die neue Gemeindevertretung mit der Neufassung von Hauptsatzung und Geschäftsordnung noch beschließen: Statt bisher einen sollen ab sofort zwei sogenannte sachkundige Bürger im Kulturausschuss neben drei Gemeindevertretern berufen werden. Damit erfolgte eine Angleichung an der Bauausschuss.
Auch neu: die Verleihung einer Ehrennadel der Gemeinde an verdienstvolle Ehrenamtler. Bürgermeisterin Birgit Kaspar dankte auf diese Weise den aus der Vertretung ausgeschiedenen Gesa Groeneveld, Klaus Axtmann, Henry Misch und Heinrich-Dieter Görtz für ihre aktive Mitarbeit.


Wahlergebnisse der Gemeinde:


Schafstall statt Schlosskulisse
Mittsommer-Remise: in Hoppenrade haben die Axtmanns eine alte Scheune in ein Kleinod verwandelt
(aus Schweriner Volkszeitung- Lokales vom 24.06.2019, Autor: Jens Griesbach)

Hoppenrade: Ein Schafstall zwischen all den Guts- und Herrenhäusern? Ein landwirtschaftliches Funktionsgebäude statt einer imposanten Schlosskulisse? Bei der Mittsommer-Remise der nordischen Guts- und Herrenhäuser hat sich die Schafscheune Hoppenrade als interessante Alternative angeboten. Und dass es sich bei dem 1000 Quadratmeter großen und wunderschön restaurierten Gebäude von 1896 um einen ehemaligen Schafstall handelt, kommt dem Besucher eh nicht in den Sinn. Schafe gibt es hier sowieso nicht mehr. „Aber zwei Schweine haben wir zu bieten“, sagt Besitzer Klaus Axtmann.
Zum vierten Mal öffneten Klaus und Sabina Axtmann ihre Scheune zur Mittsommer-Remise für die Öffentlichkeit. „Es ist traumhaft, hier zu wohnen“, sagt Sabina Axtmann. „Morgens kann ich mit nackten Füßen durchs Gras gehen und einen Kaffee genießen.“ Da kann sie recht weitläufig barfuß schlendern, immerhin ist das Grundstück 4300 Quadratmeter groß. „Das Haus hat eine ganz besondere Atmosphäre“, ergänzt Klaus Axtmann. Und das wollen beide mit anderen teilen. „Wir gucken uns ja auch gerne andere Häuser an“, sagt er.
Immer wieder führte Klaus Axtmann am Sonnabend Gäste durch Haus und Garten. Um die 200 Besucher haben die Axtmanns immer bei den Mittsommer-Remisen. „Es macht einfach Spaß“, sagt er. „Aber abends sind wir auch immer ziemlich platt.“ Nachmittags erklang Kaffeehausmusik, am Abend dann Klavier- und Geigenmusik. Sabina Axtmann, die das Wein-Café in Güstrow betreibt und seit vergangenem Jahr auch die Versorgung im Güstrower Theater übernommen hat, servierte den Gästen Tomaten-Orangen-Suppe, badischen Kartoffelsalat und selbstgebackenes Brot.
Sabina und Klaus Axtmann. (Foto: Jens Griesbach/SVZ)
Der Stolz ist Klaus Axtmann anzumerken, wenn er die Besucher durch das Ensemble führt. 1993 hat er die Schafscheune der ehemaligen Gutsanlage Hoppenrade gekauft. Rund 700 000 Euro hat er in die komplette Restaurierung investiert. „2014 hatten wir es soweit, wie wir es haben wollen“, sagt er. Auch aufgrund der Auflagen durch den Denkmalschutz sei es ein langwieriger Prozess, ein historisches Gebäude wieder aufzuwerten. Entstanden ist bis heute ein Kleinod. Neben Wohnung und Büro wurde eine mehr als 80 Quadratmeter große Ferienwohnung integriert. „Die ist immer gut gebucht“, freut sich Axtmann. Und Platz ist auch noch für einen kleinen Schweinestall. Hier tummeln sich die beiden Schweine. „Artgerechte Haltung“, unterstreicht Sabina Axtmann.
Auffälliges Merkmal der Schafscheune ist der aufwändig hergerichtete „Wirtschaftsflügel“. Hier laden die Axtmanns das ganze Jahr zu Veranstaltungen ein. Sie werben mit dem Motto „Ihre Feier in der Scheune!“ Bis zu 40 Personen finden hier Platz, ob für Familien-, Betriebs- und Weihnachtsfeiern oder Musikveranstaltungen. „Haben wir alles schon gemacht“, sagt Sabina Axtmann, die dabei das Catering besorgt. Da hat sie auch „Fleisch aus eigener Haltung“ im Angebot. Gemeint sind die beiden Schweine.


     Tischtennis: Nachwuchs freut sich über neue Spielkleidung

- Endlich, nun werden wir auch optisch als Spieler des SV Hoppenrade wahrgenommen -
"Wo kommt ihr denn her?" Diese Frage wird uns in Zukunft bei Wettkämpfen und Turnieren keiner mehr stellen. Dank der Agrargesellschaft Jürgenshagen, welche die Finanzierung übernahm, startet die Nachwuchsmannschaft der Abteilung Tischtennis mit einheitlicher Spielbekleidung in die kommende Saison. Mit den Trainern Werner Behrend, Roland Köhn und Peter Eisele zeigte sich ein Teil der Nachwuchsmannschaft am 27.06. im schmucken neuen Outfit. Leider konnten nicht alle Spieler bei der Präsentation dabei sein, aber auch sie erhalten zu einem späteren Zeitpunkt ihre neue "Uniform".
Wolfgang Schulz
Oben: Peter Eisele, Jannis Schmeling, Nils Martin, Werner Behrendt, Roland Köhn
Unten: Luka Mutz, Lennard Rohde, Luis Mantei, Pascal Dorner
(Foto: W. Schulz)





„Ehrenamt lebt von vielen“
Der 76-jährige Wolfgang Schulz aus Hoppenrade arbeitet in drei Gruppen des Dorfes aktiv mit
(aus Schweriner Volkszeitung- Lokales vom 25.05.2019, Autorin: Sieglinde Seidel)
Hoppenrade: „Ich bin echt froh, dass wir so viele aktive Leute hier in Hoppenrade haben“, hebt Wolfgang Schulz hervor. Dabei ist der 76-Jährige einer dieser Aktiven. Ehrenamtlich arbeitet Wolfgang Schulz schon viele Jahre in Hoppenrade. Die Chronikgruppe des Ortes rief er ins Leben, mischt im Sportverein mit und ist Vorsitzender im Heimatverein Hoppenrade. Sein Motto: „Das Ehrenamt lebt von vielen!“
Der Heimatverein, der aus immerhin etwa 25 Leuten besteht, bereitet die Dorffeste vor, kümmert sich um die Pflanzentauschaktion im Herbst und organisiert die Hubertusmesse. „Gerade wird Seife selbst produziert, die zum Dorffest dann verkauft werden soll“, erzählt Wolfgang Schulz.

Kalender und Buch: Wolfgang Schulz zeigt was die Chronikgruppe Hoppenrade bereits herausgegeben hat.(Foto:Sieglinde Seidel)
In der Chronikgruppe ist gerade etwas Pause. „Wir haben uns zum Jahresende hin wegen der Herausgabe des neuen Kalenders monatlich getroffen und müssen erst mal Luft holen“, sagt Wolfgang Schulz. Auch in dieser Gruppe habe jeder seine spezielle Aufgabe und nur so könne es funktionieren. „Ich bin froh, dass Dirk Kaiser hier jetzt die Leitung übernommen hat“, fügt er an.
Wolfgang Schulz wurde in Güstrow geboren und erlebte seine Kindheit in Hoppenrade. In Lüdershagen hatte er die Schule besucht und bei der Eisenbahn Betriebs- und Verkehrstechnik gelernt und später studiert. Als Quereinsteiger ging er später zur Zuckerfabrik und kümmerte sich dort um die Anlagen-Technik. Dann übernahm er mit seiner Frau den Hof der Schwiegereltern, kam also nach Hoppenrade zurück.
Stellvertretender Bürgermeister war Wolfgang Schulz von 1999 fünf Jahre lang und hat somit schon lange mit den Geschicken seines Dorfes und der Gemeinde zu tun. Durch seine Arbeit in der Chronikgruppe hat er noch einiges mehr über die geschichtlichen Ereignisse, in dem erst 1930 entstandenen Dorf erfahren. Denn Gespräche mit Zeitzeugen nach 1945 gehörten zu seinen Aufgaben.
Tischtennis war von jeher sein Hobby, da lag es nahe, eine Sportgruppe zu gründen. „In diesem Jahr wird der Sportverein schon 20 Jahre und hat mittlerweile über 100 Mitglieder“, sagt Wolfgang Schulz stolz. Gute Übungsleiter, wie Regina Pahl, die den Linedance übernahm, oder auch Gesa Groeneveld von der Gymnastikgruppe seien wichtige Stützen. „Werner Berehndt hat schon einige Kinder und Jugendliche für Tischtennis begeistert“, so der derzeitige Vorsitzende des Sportvereins. Doch dieses Amt habe er nur kurzzeitig noch einmal übernommen.
Das ehrenamtliche Engagement von vielen Mitstreitern ist das eine, wofür Wolfgang Schulz dankbar ist. „Doch auch die Unterstützung der Ehrenamtsstiftung MV und die gute Zusammenarbeit hat uns sehr geholfen“, betont er. Warum sich der 76-Jährige noch so einbringt? „Ich bin schließlich hier zu Hause“, begründet er. Und so lange es die Gesundheit zulässt, wird er sich weiterhin am kulturellen, sportlichen und gesellschaftlichen Leben in Hoppenrade beteiligen.
 
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