Schaukasten - Hoppenrade

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Die Weihnachtslied-Rallye
Von Haustür zu Haustür: Anne Palme und ihre Mitstreiter bereiteten am Sonntag den Zuhörern in der
Gemeinde Hoppenrade große Freude (Quelle: SVZ, Lokalseite, Ausgabe:07.12.2020, Autor: Frank Liebetanz)

  Hoppenrade: Es dauert etwas, bis Karl Much an die Haustür am Heckenweg kommt. Er hat aber schon die große Glocke gehört, mit der Wolfgang Schulz die Singegemeinschaft Hoppenrade ankündigt. Die 13 Sängerinnen und Sänger kamen am zweiten Adventssonntag an die Haustüren und bereiten mit Kurzauftritten Freude bei den Zuhörern.
Wenn die Gemeinde für die Senioren keine Weihnachtsfeier ausrichten darf, dann kommt die Singegemeinschaft eben zu ihnen. Die zündende Idee: Sie verschenkt zehn Kurzauftritte an Haustüren am Nikolaustag. „Ich bin ganz aufgeregt“, sagt der Senior Karl Much. Doch das muss er nicht sein, denn er muss nur zuhören.
Mit gebührendem Abstand steht nun auch der Chor jeweils für ein paar Minuten vor Haustüren, singt und verabschiedet sich dann, um zum nächsten Kurz-Auftritt zu gehen oder fahren. Ein ums andere Mal schüttelt Wolfgang Schulz die Glocke. Dann öffnen stets lächelnde Hoppenrader die Tür.
Jutta und Karl Neick etwa kommen raus und hören „Fröhliche Weihnacht“. Nicht lange, da stimmt der Hausherr leise ein. „Wir wussten nicht genau, ob die Singegemeinschaft auch zu uns kommt“, sagt er. Wer will, erhält ein aufmunterndes Getränk.
Kurz-Auftritt bei den Neicks in Hoppenrade: Die Singegemeinschaft überraschte das Ehepaar am zweiten Advent mit Weihnachtsliedern und einem gebackenen Notenschlüssel.        (Foto: Frank Liebetanz)

„Wir singen vor jeder der Haustüren drei Lieder. Das letzte ist immer ,In der Weihnachtsbäckerei`“, erklärt Anne Palme. Denn danach erhalten die Zuhörer eine kleine Aufmerksamkeit: Kerstin Sauder übergibt nach den Kurz-Auftritten je einen großen Keks in Form eines Notenschlüssels. Die bunte Truppe der gemischten Singegemeinschaft im Alter ab 58 Jahren singt, von der Leiterin auf dem Akkordeon, begleitet. Anne Palme ist mit 83 Jahren die älteste der Truppe. In Koppelow dauert der Auftritt vor der Feuerwehr eine halbe Stunde. Überall gehen die Fenster auf, Kinder schauen sich von dort aus das Geschehen an.
Die Idee kommt an. Eine Altenpflege-Einrichtung aus Krakow am See fragt bei der Singegemeinschaft an, ob sie auch an ihre Haustür kommt.
Die Singegemeinschaft hatte sich vor einem Jahr gegründet, um auf der Weihnachtsfeier für die Senioren der Gemeinde Hoppenrade ein paar Lieder zum besten zu geben. Das machte so viel Spaß, dass sich die Gruppe weiter traf – jetzt unter dem Dach des Hoppenrader Fördervereins.
Wer bei dieser Weihnachtslied-Rallye in der Gemeinde Gesang an der Haustür wollte, konnte das telefonisch anmelden. Gesa Groeneveld nahm die Namen und Adressen auf. Die Aktiven übten wegen der Corona-Bestimmungen daheim allein in ihren Wohnzimmern. Und das hat sich gelohnt.

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Diese und andere Geschichten aus vergangenen Tagen der Gemeinde Hoppenrade wurden nun in einem Buch veröffentlicht.

"Da habt Ihr Euch viel Arbeit gemacht und ein Stück Geschichte eines ganz gewöhnlichen Dorfes zwischen zwei Buchdeckel gebracht - Prima." So lautete die erste Resonanz eines Lesers der neuen Gemeindechronik von Hoppenrade.
Nach nunmehr fünf Jahren Recherche rund um die Ortschaften der Gemeinde konnten die Ortschronisten am 21.11. ihr Buch an Interessierte weitergeben.
Um einen würdigen Rahmen zum Projektabschluss zu finden, war eigentlich eine Präsentations- veranstaltung im Gemeindezentrum geplant. Diese konnte aus bekannten Gründen nicht stattfinden, so dass sich die Protagonisten für eine andere Verkaufsmöglichkeit unter besonderen Rahmen- bedingungen entschieden haben. Hierbei war zu beachten, dass die zum Tag geltenden Corona- Regelungen eingehalten wurden. Beispielsweise konnten an diesem Tag nur Vorbestellungen berücksichtigt werden.

Margot Schulz und Dirk Kaiser im Gespräch mit Anke Stenka (Foto: Simona Kaiser)

In ihren neuen Ausarbeitungen zur Geschichte von 1945 bis 1965 wurden neben chronologischen Ereignissen insbesondere persönliche Erlebnisse aus dieser Zeit wiedergegeben und das 130- seitige Buch gestalteten die Ortschronisten mit interessanten Fotos und Darstellungen. Dabei haben viele Ortsansässige, aber auch ehemalige Einwohnerinnen und Einwohner, geholfen. Geduldig wurden die Fragen der Ortschronisten beantwortet, wobei viele beim Zurückschweifen in die Vergangenheit schon Vergessenes auffrischen konnten.
Erstaunlich war für die Ortschronisten, welche unterschiedlichen Wahrnehmungen Personen zu ein und denselben Ereignissen haben können. Im Zweifelsfall mussten sie immer wieder abwägen, ob sie davon berichten sollen oder nicht.  
Unzählige Fotos durften sie sichten und konnten oftmals nicht gleich entscheiden, welches in die Seiten einfließt und welches in ihren Archiven seinen Platz finden wird.

arum Pferde in Hoppenrade immer gestutzte Schwänze hatten erfährt man zwischen den beiden Buchdeckeln.

Hier können Sie problemlos bestellen:

Mail: dirk.hoppenrade@arcor.de      
Tel.: 038451/70078

oder nehmen Sie direkt Kontakt mit einem Ortschronisten auf.


 
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