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Aufatmen in Hoppenrade
Windkraft: Gemeinde nicht mehr als Eignungsgebiet ausgewiesen

Ein Jubelschrei in Zietlitz und leises Aufatmen in Hoppenrade: Bisher vorgesehene Flächen im Territorium hat der Planungsverband Region Rostock als Windeignungsgebiet gestrichen. Wohl für die Region Güstrow/Bützow spannendster Diskussionspunkt der Verbandsversammlung im Güstrower Kreistagssaal war die Fortschreibung des Regionalen Raumentwicklungsprogramms im Kapitel Energie. Damit sollen die Vorranggebiete für Windparks für die nächsten fünf bis zehn Jahre verbindlich festgelegt werden.

Verabschiedet hat der Verband jetzt die öffentliche Auslegung eines überarbeiteten Entwurfs, in dem bisherige Planungen final festgezurrt sind. 29 Flächen im Landkreis Rostock werden demnach als Vorranggebiet für die Errichtung von Windenergieanlagen ausgewiesen. Insgesamt rund 2700 Hektar. Einige vom Verbandsvorstand Anfang des Monats vorgeschlagene Veränderungen waren im Vorfeld der öffentlichen Verbandversammlung schon durchgesickert, jetzt gibt Dezernent Matthias Plehn vom Planungsverband Gewissheit: „Aufgegeben wurden bisherige Planungen für zusätzliche neue Vorranggebiete nördlich von Bützow, um eine zu starke Zusammenballung von Windparks in diesem Teil der Region zu vermeiden. Weitere Gebietsvorschläge aus früheren Entwürfen, darunter im Amtsbereich Krakow am See, wurden aus Gründen des Vogelschutzes und mit Rücksicht auf den Tourismus verworfen. Der Planungsverband hat damit Einwände, Hinweise und Anregungen, die zu früheren Entwürfen vorgetragen worden waren, in großem Umfang aufgegriffen.“ Gemeint sind offensichtlich Groß Gischow und Reinstorf, Hoppenrade und Groß Bäbelin/Zietlitz.

Die bereits 1999 festgelegten Vorranggebiete Jürgenshagen, Bützow, Mistorf, Tarnow und Kuhs sollen in der Abgrenzung „angepasst“ werden, sagt Plehn. Alle diese Gebiete seien auf die heute geltenden Kriterien hin zu überprüfen. Die jetzt geplante Anpassung diene der Vorsorge für den Fall, dass ältere Windenergieanlagen in den nächsten Jahren durch neue, größere Anlagen ersetzt werden, heißt es. Plehn: „In diesem Fall sollen größere Abstände zu den umliegenden Wohnorten eingehalten werden. Dafür werden die Gebiete jetzt neu abgegrenzt und zum Teil etwas verkleinert.“

Weitgehend unverändert bleiben die 2011 festgelegten Vorranggebiete Rukieten, Kurzen Trechow, Glasewitz und Kambs. Nur in Glasewitz sei noch eine „geringfügige Erweiterung“ vorgesehen.

In der Region Güstrow/Bützow sind jedoch auch zwei neue Vorranggebiete geplant. Das betrifft Wokrent, und zwar direkt an der A 20 zwischen den vorhandenen Windparks an der Grenze von Jürgenshagen und Satow. Ein weiteres neues Vorranggebiet heißt „Recknitz“ und berührt die Gemeinden Plaaz, Diekhof und Laage.

Die öffentliche Auslegung des finalen Entwurfs hat der Verband ab Januar 2019 vorgesehen. Einen endgültigen Beschluss über diese Planung könnte die Verbandsversammlung Ende des nächsten Jahres fassen, stellt Matthias Plehn in Aussicht. Diesen müsse dann noch die Landesregierung absegnen.

Noch nicht ausgestanden ist, was die Hoppenrader – aber letztlich jeden Flecken im Land – dennoch treffen kann: die Zulassung einzelner Windräder mit Ausnahmegenehmigung. Für solche Vorhaben, denkbar für Prototypen oder bei Eigenversorgung, ist jedoch nicht der Planungsverband zuständig. Zulassungsbehörde ist da das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) in Rostock.

Quellenangabe: Schweriner Volkszeitung/ Lokalseite Güstrow vom 01.12.2018;  Autor: Eckhard Rosentreter  Bild: https://das-rote-n.de/cms/






Interview: Ulf Markgraf, Bürgerinitiative gegen Windräder im Hoppenrader Becken

Quelle: guestrowtv Sendung vom 11.12.2018

Abschluss Sanierung Speicherstraße in Hoppenrade

Die Speicherstraße in Hoppenrade ist jetzt komplett saniert. Jedenfalls der durch das Dorf führende Teil, denn die Einfahrt von der Landesstraße aus bleibt mit ihrem historischen Kopfsteinpflaster bestückt: Denkmalschutz. Im Zuge des Bodenordnungsverfahrens (BOV) konnte der letzte Abschnitt fertig gestellt werden. Vom Gutshaus aus schlängelt sich 122 Meter lang eine im Schnitt vier Meter breite Asphaltspur in Richtung Bahndamm. Bevor dieser erreicht ist, geht es noch mal 110 Meter lang und etwas schmaler auf einer wassergebundenen Decke weiter.
72 000 Euro kostete das Vorhaben, für das die Anlieger zehn Prozent selbst zu tragen hatten. Erleichtert hat ihnen das die Agrargenossenschaft Jürgenshagen, die in Hoppenrade einen Betrieb hat. Weil das Unternehmen auch ein Nutznießer des neuen Weges ist, steuerte es die Hälfte des Eigenanteils bei, erinnert Klaus Axtmann, Vorstandsvorsitzender der Eigentümergemeinschaft für das BOV.
Anlass für Gemeindevertreter Heinrich-Dieter Görtz, Zweifel anzumelden: „Ich hoffe, dass die gute Straße nicht noch mehr großes Gerät anlockt, das dann die bisher gut erhaltenen, alten Straßen kaputt macht.“ Etwas anderes treibt Karl Neick um. Der Anlieger beäugte die Ausführung kritisch: „Ich befürchte, dass doch wieder Wasser auf mein Grundstück läuft.“
Genau dies künftig zu vermeiden, sei eines der mit dem Neubau der Straße verbundenen Anliegen gewesen, erklärt Planer Rainer Haase. Deshalb sei wegen des Quergefälles der Straße auch einseitig eine Gosse eingebaut worden. Außerdem wurde der kleine Parkplatz zum Wanderweg besser befestigt. Nicht zuletzt: Mit Potenzial für weitere Wohnungen an diesem Abschnitt sieht Gesa Groeneveld auch für die Gemeinde Vorteile. Zuzug, das bedeute immer auch mehr Autos – die brauchten eine ordentliche Straße. „Und wir haben nicht mehr den Ärger mit den ständigen Löchern“, sagt die Gemeindevertreterin. „Das ist eine gute Sache, viele haben etwas davon“, pflichtet Klaus Axtmann, der auch stellvertretender Bürgermeister ist, bei.
Ein Problem – neben noch abzustellenden eher Kleinigkeiten – tat sich bei der Abnahme dann aber doch auf: Der Hang zum Wanderweg entlang der Gleise, von Einwohnern auch als kurze Verbindung genutzt, ist offenbar recht steil geraten. Der Grund: Die Straße wurde insgesamt etwas höher gelegt. Da ist guter Rat durchaus teuer, denn zur Milderung müsste viel Material angefahren und befestigt werden.
Zehn Jahre lief das Bodenordnungsverfahren Hoppenrade. Der Rest der Speicherstraße könnte der Abschluss gewesen sein: Der Gemeinde Hoppenrade fehlt es an den Eigenmitteln für die geförderten Projekte.

Quellenangabe: Schweriner Volkszeitung/ Lokalseite Güstrow vom 29.11.2018;  Foto und Autor: Eckhard Rosentreter





RÜCKBLICKE

GESCHICHTE UND GESCHICHTEN EINES GUTSDORFES

Am 15. November 2018 präsentierten die Chronisten der Gemeinde Hoppenrade mit dem Buch „Lüdershagen – Geschichte eines Gutsdorfes“ der Öffentlichkeit ihr neuestes Werk.
Die Idee dazu hatte Simona Kaiser und entstand während der Erarbeitung der Gemeindechronik „Hoppenrade - Ein historischer Spaziergang“, deren 1. Teil seit 2016 vorliegt. Dirk Kaiser, Leiter der Chronikgruppe, resümiert: „Wir wurden hierbei auf die Examensarbeit des Lehrers August Schulz, der zwischen 1933 bis etwa 1937 an der Dorfschule Lüdershagen unterrichtete, aufmerksam. In seinen Aufzeichnungen beschrieb dieser sehr anschaulich die Geschichte des Ortes sowie die Lebensweise der Menschen auf dem damaligen Gut Lüdershagen.“
Nach der Vollendung des Aquarell-Kalenders 2018 mit ausgewählten Ortsansichten des Malers Josef Neumann, ebenfalls ein viel beachtetes Ergebnis Hoppenrader Chronistenarbeit, war nach einer verdienten Atempause  wieder genügend Zeit und Kraft dazu. Denn „… der Gutsentwicklung verdanken wir noch heute ansehenswerte Landschaftsparks, Alleen und bewusst gestaltete Landschaften.
In einigen Dörfern der Gemeinde Hoppenrade begegnen uns mehr oder weniger intakte Gutsanlagen mit den Wirtschaftsgebäuden und den Gutshäusern, Gutskaten, Schnitterkasernen und anderen Überresten vergangener Jahrhunderte.“, so führte Dirk Kaiser während der abendlichen Veranstaltung im Hoppenrader Gemeindezentrum weiter aus.
Zahlreiche historische Fotographien und Abbildungen erleichtern und vervollständigen den Blick in die überlieferten Geschehnisse. Ein beträchtlicher Teil davon wurde von den beiden Söhnen des damaligen Schulmeisters Rudolf Schulz aus Kalletal/Hohenhausen und Hartmut Schulz aus Hamburg bereit gestellt. „Dafür und für weitere Rechercheunterstützung gilt ihnen ein besonderer Dank.“, so Dirk Kaiser. Einen großen Anteil bei der Verwirklichung des Projektes hatte Simona Kaiser. Als "Gastautorin" übernahm sie die Textbearbeitung und unterstützte wo es nur ging.
Der Förderverein „Hoppenrader Gemeindeleben“ e.V. übernahm, wie gewohnt inzwischen, die organisatorische und finanzielle Umsetzung der Drucklegung  und lud zur Präsentationsveranstaltung in’s Gemeindezentrum ein. Noch am gleichen Abend gingen die meisten der gedruckten Exemplare über den Ladentisch. Ein großer Erfolg für alle Beteiligten. Wenige Exemplare sind noch zu haben. Interessierte können sich gern in der Gemeinde Hoppenrade informieren, unter www.hoppenrade.com sind die erforderlichen Kontaktdaten zu erfahren.
 
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